Montag, 7. Dezember 2015

In Venezuela siegt die Konterrevolution – Maduro erkennt Wahlergebnis an



Die zweite Konterrevolution in Lateinamerika innerhalb von eine paar Wochen. Erst Argentinien und nun Venezuela. Das kommt davon, wenn man halbe Revolutionen macht. Wenn man der Oligarchie alle ihre gestohlenen Milliarden lässt, ihre Medien (ein dutzend Fernsehkanäle, 90 % der Zeitungen und Magazine), die Putschisten alle laufen lässt, die bezahlten NGOs des Imperiums nicht aus dem Lande wirft, riesige Geldsummen der USA an die Opposition frei ins Land fließen lässt. Das haben wir von vornherein zu bedenken gegeben, aber auch Maduro hat nichts getan, um diese Fehler von Chávez zu beheben. Für das Volk wird es eine echte Katastrophe sein.

TeleSur
7. Dezember 2015, 7.30
In Venezuela siegt die Konterrevolution – Maduro erkennt Wahlergebnis an

Aus dem Spanischen: Einar Schlereth


Nicolás Maduro, Präsident von Venezuela erkannte am frühen Morgen des heutigen Montag das von dem Nationalen Wahlrat (CNE) veröffentlichte Wahl-Ergebnis an, bei dem die Opposition 99 Sitze in der Nationalversammlung (AN) erhielt.
Maduro erkennt das Wahlergebnis an.
 „Angesichts dieser widrigen Resultate müssen wir mit unserer Moral, mit unserer Ethik Venezuela sagen, dass die Demokratie gesiegt hat“, sagte Maduro. Er rief das Volk auf, Geschichte zu machen und sich einer neuen Schlacht zu stellen.

Bei einer Wahlbeteiligung von 74.25 % und einer Auszählung von 96.03 % der Stimmen hat die Beauftragte der CNE erklärt, dass der 'Tisch der Demokratischen Einheit' (MUD) 99 Sitze erhielt, während die Vereinte Sozialistische Partei (PSUV) 46 erhielt. Es fehlen jedoch noch 22 Abgeordnete (17 reguläre, 2 von Wahllisten und drei Indigene).

„Der ökonomische Krieg hat gewonnen, die Strategie, dem Modell des Landes zu schaden. Der ökonomische Krieg hat vorübergehend gewonnen“, erklärte Maduro in Bezug auf die Strategie der Opposition, das Land zu destabilisieren.

„Unsere Anerkennung der Resultate war garantiert. Wir wussten, dass wir gegen den Strom schwimmen.“

Er rief jene, die dagegen stimmten, zu Arbeit und Nachdenken auf: „Die Stunde ist gekommen, um den ökonomischen Krieg zu bremsen.“

Der Staatschef versicherte, dass es sich nicht um einen Sieg der Opposition handelte, sondern im Gegenteil. „Die Konterrevolution hat gesiegt und hat eine Mehrheit erhalten dank eines Wahlsystems, das von unserem Kommandanten Hugo Chávez ermöglicht wurde.“

Er gab zu bedenken, dass diese Resultate uns zwingen „viele Aspekte der revolutionären Politik neu abzustecken und das werden wir nur erreichen, wenn wir uns auf die absolute Aufgabe mit Fokus auf die Revolution konzentrieren.

Das Land von dem ökonomischen Krieg zu befreien, ist die große Aufgabe der Revolution, und produktiv zu werden. Alles andere ist ein Betrug, um zu versuchen, Venezuela ein neoliberales Modell aufzuzwingen.“

Er rief zur Einheit der revolutionären Kräfte auf, um die Volksmacht zu stärken. „Wir alle müssen über unsere Verpflichtung nachdenken, uns zusammenzuschließen, um den Umständen zu begegnen, die wir in den folgenden Monaten durchleben müssen … um dem konterrevolutionären Plan zu widerstehen.“

Der Präsident der Nationalversammlung erkannte ebenfalls das Wahlergebnis an und sandte eine Botschaft des Nachdenkens an die revolutionären Kräfte.

Quelle - källa - source

Kommentare:

  1. Viele Wähler werden das noch bitter bereuen. Dann will es wieder niemand gewesen sein.

    Severa Snape

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  2. Eine in der Unentlichen Reihe von Niederlagen, für das Menschliche!
    Also kann man fest stellen, das sie Hugo Chaves, noch fühzeitig genug Ermordet haben, so das die verbreiterung, der Macht, noch nicht weit genug vortgeschritten war. Nur die Vertiefung und Verbreiterung der Machtstrukturen in der gesamten Bevölkerung, macht eine Revolution unangreifbar. Sie haben sehr viel Übung darin, einzelne Führungspersönlichkeiten zu liquidieren. Den Großteil der Bevölkerung, können sie aber nicht umbringen. Denn sie benötigen Menschen die für sie arbeiten. Denn selbst für ihr auskommen zu arbeiten, käme ihnen nicht mal im Traum in den Sinn. Denn sie sind ja die Herrenmenschen und alle anderen lassen sie nur für die Befriedigung ihre Bedürfnisse am Leben.
    Der unvergessene Hugo Chaves , hat in seinen Reden und Schriften, diesen Weg als die einzige Möglichkeit bezeichnet, die Entwicklungen Unumkehrbar zu machen. Jetzt ist zu sehen, dass dieser Weg , nicht weit genug gediehen ist. Dann nur so wie jetzt, kann die US Farben-Revolution greifen

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  3. @Blacky White : Wenn Amerika südlich der USA einen Rechtsruck (ein sehr bürgerliches Wort) erleben sollte, wird sich wohl kaum was langfristig ändern.
    Die Südamerikaner ticken einfach anders : Kuba, Bolivien, Nikaragua, Equador, Argentinien und noch gestern Venezuela haben seltsamer weise gar keine “Ansteckungsgefahr” für die anderen Staaten bedeutet. Wenn sozialdemokratische Regime abgewählt werden, muss man nicht traurig sein. Sozialdemokraten – weltweit – werden ja EXTRA von den Grosskapitalisten gekauft, um bei Bedarf (danach) wieder eine rechte oder gar faschistische Herrschaft zu installieren. Deshalb gibt es unter Sozialdemokraten weiterhin eine grosskapitalistische Presse, Verbände der Superreichen und Millitär / Polizei Führer die extrem rechts stehen. Dabei haben Marx, Lenin und Stalin ganz genau beschrieben, warum sämtliche Organisationen der Superreichen wegmüssen.
    Die Sozis wissen theoretisch ganz genau, dass sie diese Dreifaltigkeit beenden müssen. Sie wissen auch, dass es generell keine Grosskapitalisten geben darf. Aber es ist ja gerade Aufgabe der Sozis den Kapitalismus zu erhalten. In Europa haben ja gerade die Sozis die Armen ins Elend gesteckt und die Millionärs / Millardärszahlen erhöht. Und die Sozies haben auch Streiks und Proteste viel wirkungsvoller verhindert als “Konservative”. Die machen ihren Wähler seit dem WK2 immer wieder klar : Wir haben das Beste (LACH) für euch rausgeholt.
    Nochmal : Dazu sind die Sozies ja dazu da, und wissen dass sie dann AUSGETAUSCHT werden.
    Übrigens : wenn chinesische / russische Geschäfte für die Latinos besser sind als mit dem USA PLEITE Regime , ist es egal welcher Flügel des Grosskapitals formal die Regierung stellt.
    Liebe Sozial "Demokraten" : Ihr seid erst glaubwürdig, wenn Ihr die superreichen Bonzen der Medien, Industrie, Banken, Handel, Dienstleitungen für mindestens 10 Jahre gemeinnützige Arbeit in Fabriken / Landwirtschaft verrichten lässt, oder wegen Terrorismus / Verrat am eigenen Volk die nächsten 20 Jahre hinter Gitter steckt.

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  4. Dem Sozialismus ist das Geld anderer Leute ausgegangen - mal wieder. Kleinkinder werden bei Runs auf Supermärkte von verzweifelten Menschenmengen zertreten - ich wünschte, wenigstens das Letzte wäre nicht wahr, aber das ist es leider - weil die Leute um die Lebensmittel kämpfen müssen. Der einzige, der je einen ökonomischen Krieg geführt hat oder je die Möglichkeit dazu hatte war die Mad.uro-Regierung gegen ihr eigenes Volk. Medien können alleine keine Regale leeren. Sie können keinen Einfluss auf die Staatsausgaben nehmen, wenn die Regierung es nicht will. Die US-Banken haben denen sogar noch geholfen um z.B. ihr Gold zu verpfänden um an Devisen zu kommen. Half alles nichts. Die Venezolaner wissen, dass jetzt Sparen und Kürzungen bei den Staatsausgaben angesagt sind, und dass sie die Vorteile erst nach harter Arbeit wieder genießen können. In einem Land indem die Regierung praktisch alles Mögliche mit Geld versorgt und von sich abhängig gemacht hat und ein so großer Teil der Bevölkerung trotz der großen und unmittelbaren Not statt Leistungsversprechen bereit ist viele gegenwärtige Vorteile gegen die bloße Möglichkeit einer besseren Zukunft einzutauschen muss die Not katastrophal und die Misswirtschaft für jeden offensichtlich sein. Ich bin nur nicht sehr optimistisch ob die Leute noch die Stärke aufbringen das durchzuziehen und sich aus ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit zu befreien, da eigenverantwortlich zu leben nicht dasselbe ist wie auf einem Wahlzettel ein Kreuz zu machen.

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    1. Du bist der perfekte Sklave des Imperiums, denn ich nehme nicht an, dass du auch Milliardär bist. Solche wie dich, brauchen sie, die jeden Schmarrn nachbeten, der ihnen vorgeplappert wird.

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