Sonntag, 6. September 2015

Sterben der Bienen: Weltweite Auswirkungen der giftigen Pestizide



Timothy Bancroft-Hinchey
26. August 2015


Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Sprühen und noch mehr sprühen!
Die Menschheit kann wählen, eine schlichte und sehr klare Wahl: giftige Pestizide, die unsere Bienen töten oder die Bienen, die unsere Pflanzen befruchten, Leben auf unsere Felder bringen und Nahrung auf unsere Tische. Keine Bienen, keine Pflanzen und keine Nahrung. Die Bienen verschwinden und wir folgen nach. Doch gewisse mächtige Lobbies und Regierungen schert das den Deibel.

Neonicotinoide sind starke Pestizide, die mit dem Kollaps der Honigbiene in Verbindung gebracht werden, ein wichtiges Insekt für die Pollinierung unserer Pflanzen in der ganzen Welt. Eine Serie von Studien hat die Neonicotinoide mit dem Zusammenbruch der Honigbienen-Kolonien (CCD) in Zusammenhang gebracht wegen ihrer neuro-aktiven chemischen Wirkungen, die auch eine schädigende Wirkung auf manche Vogelarten haben, die sich von Insekten ernähren, die von diesen Pestiziden bekämpft werden.

Millionen tote Bienen

Neonicotinoide wurden in den 1990-er Jahren eingeführt und am Ende des Jahrzehnts wurden sie für den Verlust von einer großen Anzahl von Honigbienen und Vögeln verantwortlich gemacht, in so hohem Maße, dass die EU und mehrere andere Länder 2013 die Verwendung gewisser Neonicotinoide verboten. Manche, aber nicht alle. Sieben werden weiterhin benutzt: Imidacloprid (Bayer CropScience), Thiamethoxam (Syngenta), Clothianidin (Sumitomo Chemical/Bayer CropScience), Acetamiprid (Nippon Soda), Thiacloprid (Bayer CropScience), Dinofuran (Mitsui Chemicals), Nitenpyram (Sumitomo Chemicals).
Toxische Pestizide oder Bienen: Die Wahl

Neonicotinoide verändern das soziale Verhalten von Bienen und tatsächlich scheinen weder Honigbienen noch Hummeln in der Lage zu sein, mit Neonicotinoiden besprühte Pflanzen zu meiden und woanders nach Nahrung zu suchen, wie Versuche mit drei der meistbenutzten Neonicotinoide gezeigt haben: Imidacloprid (IMD), Thiamethoram (TMX) und clothianidin (CLO). Schlimmer noch, IMD und TMX scheinen Bienen aktiv anzuziehen – sie fraßen mehr von den Drogen, die mit Sucrose getränkt sind als pure Sukrose.

Immer noch vermarktet

Diese Substanzen sind direkt mit dem Tod von Millionen Bienen in Verbindung gebracht worden. Weshalb sind sie also immer noch auf dem Markt? Und warum versuchen manche Regierungen, die Verbote zu umgehen? Die Antwort ist kristall- klar: Neonicotinoide sind in mehr als 120 Länder registriert und sie bringen einen globalen Verkauf von 1.5 Mrd. Euro ein, was rund 25 Prozent des globalen Pestizid-Marktes ausmacht. Wieder einmal sehen wir, dass viele Regierungen nicht das Volk repräsentieren, das sie gewählt hat, um eine Politik durchzusetzen, für die das Volk in einem demokratischen Prozess gestimmt hat. Sie sind Zuhälter der korporativen Lobbies und erfüllen deren Wünsche, die entweder ihre Leute in den Büros sitzen haben oder sonstwie eng mit ihnen verbunden sind, sobald sie gewählt wurden.

Willkommen in dem korporativen Modell, das Betrug und eine Farce ist und alles andere als demokratisch. Es ist eine zynische Manipulation des Systems , das uns angeblich vertritt. Heute die Bienen. Morgen die Menschheit. Kümmern sich die Lobbies und ihre Marionetten?

Nein, so lange sie ihre Milliarden machen, kümmern sie sich den Teufel drum, bis es zu spät ist.


Quelle - källa - source

Kommentare:

  1. Ja glaubt irgentjemand, das die weltweiten Gen und Samen Tresore, von Ihnen, aus juks und dollerei angelegt würden. Wir, die SIE liebevoll Bioresource /Biomüll nennen, sind ihnen einfach zu viel, sie können uns, bis auf ein paar Millionen Seelenloser und Willenloser Drohnen, hier einfach nicht mehr dulden, wir würden ihr zukünftiges Paradies/ 1000 jähriges Reich, nur verschmutzen.

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  2. Die Wissenschaft ist sich nicht so sicher:
    "The weak evidence base cannot at present resolve this question although honeybee declines began before the wide use of neonicotinoids and there is poor geographical correlation between neonicotinoid use and honeybee decline [Exp_op]. "
    http://rspb.royalsocietypublishing.org/content/281/1786/20140558

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    1. Die wissenschaft wird sich nie sicher sein, wenn sie von Bayer und Co bezahlt wird. Bis die letzte Biene tot ist. Einige Nahrungsmittel bleiben ja verfügbar, Allas was blühen kann, verschwindet natürlich Z.B. Äpfel, Kirschen Mais, Kartoffeln, Tomaten usw.. Es bleiben eben nur einige wenige übrig..

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    2. So auf die leichte Schulter dürfen Sie das nicht nehmen. Wenn andere Stoffe verantwortlich sind, die durch den Wegfall dieser Alternative noch mehr Verbreitung finden, haben Sie die Situation noch schlimmer gemacht. Außerdem bedeutet das dann auch Preiserhöhungen für landwirtschaftliche Erzeugnisse.

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  3. Vor einigen Tagen hatte ich mal wieder (nach gefühlten 1,5 Jahren) Honig gekauft.
    Egal welche Sorte ich da bei Kaufland in die Hand nam, überall stand "aus Nicht-EU-Ländern" drauf.
    (mal abgesehen von türk. Honig aus dem Ägis, oder wie das heißt...)

    Zudem war der Preis aller Sorten und Größen (auch der 0815-Billighonig) deutlich höher als noch vor 1--2 Jahren.
    Im Jahre 2014 hatte ich den ganzen Frühling bis Herbst nur eine einzige Biene gesehen, und die habich aus einem Stadtbrunnen gefischt und danach in einen Blumenkasten auf ne Blüte gesetzt.

    Den Job Schnittlauchblühten zu besteuben hatten auf meinem Balkon ausschließlich Hummeln erledigt,.
    Die waren quasi handzahm, habs fotografiert.

    Wenn man aber den Kleinbauern vom Nachbardorf Informations-Blätter von der Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft (den offenbar leider die wenigsten Kleinbauern kennen) in die Hand gibt, wird am müde angesehen - als ob man einen Vortrag über abstrakte Kunst machen würde.

    Offenbar kennen die Landwirte nur diesem omminösen "Deutschen Bauernverband".
    Dessen neues Leitungsgremium hatte ich vor mehreren Jahren (als man noch auf Bundesländerebene agierte und spekulierte + sich von Konzernen sponsoren lies) kennengelernt.

    Einige Wochen nach seiner "GALA"Veranstaltung stellten mehrere Firmen (Catering, Künstleragentur, Technikfirma, Live-Band, ...) fest:
    Ganz übel mießer Zechpreller, Gauner und Dienstleistungs-Erschleicher dieser Joachim Ruckwid !!

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  4. Studie: Dekarbonisierung ist möglich

    Die globale Energieversorgung bis 2050 voll auf Erneuerbare umzustellen, sei technisch möglich, finanziell attraktiv und könne Millionen neuer Arbeitsplätze schaffen, so die Studie “Energy Revolution”, die Greenpeace zusammen mit dem Institut für Technische Thermodynamik-Systemanalyse und Technikbewertung des Deutschen Luft- und Raumfahrt Zentrums (DLR) erarbeitet hat.
    Hier weiter lesen:
    http://www.polenum.com/politik_energie_umwelt_meinung/studie-dekarbonisierung-ist-moeglich-erneuerbare-energiewende/#comment-10343

    Kommentar:
    Rekarbonisierung ist möglich ?

    Das ist *neusprech* und bedeutet im Klartext:
    Heizen mit gewachsenen Brennstoffen, sowie mit Holz-Pellets, bis zum Tag X.

    Re-Karbonisierung würde bedeutetn: Auf-Forsten, Bäume pflanzen, ...

    De-Karbonisierung (also das Abholzen heimischer Sträucher, Gebüsche, Hecken, Bäume, monokulturelle Baum-Plantagen, Laub- und Nadel-, sowie Mischwälder) stellt technisch kein Problem dar.

    Also Leute, holzt noch mehr ab, als ohnehin schon weg ist.
    Es geht um 20 Millionen Arbeitsplätze.
    Mäht jede Woche Eure Grünfläche (Rasen ist keine Wiese!!).

    Fahrt mit orangefarbenen Fahrzeugen 35 Km im Umkreis um jede Gemeinde / Stadt heraus und macht alles kaputt, räumt die überall störenden Hecken, Sträucher, Gebüsche, Bäume, hohes Gras, Moos, Farne, Wildpflanzen und auch die Gänseblümchen, Butterblumen, Disteln, Brennesseln, Pusteblumen, ... und alle sonstigen Pflanzen weg.
    Begründung:
    Das ist alles Unkraut, und muss vernichtet werden, nä-wahr?

    Und entsorgt am Besten den ganzen Planeten in die braune Bio-Tonne.
    Die Asche des gesammten verbrannten Planeten Erde gebt Ihr dann als Sondermüll im NATO Hauptquartier in Brüssel ab.
    Herzlichen Glückwunsch!
    Ihr wart seit Tausenden Jahren sehr fleißig und das letzte bissel Grünzeug kriegt Ihr auch noch weg.

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