Dienstag, 23. August 2016

Die Vereinten Nationen geben nach 6 Jahren zu, für den Cholera-Ausbruch in Haiti und die 10000 Toten verantwortlich zu sein


Derick Broze
19. August 2016


Aus dem Englischen: Einar Schlereth


Soldaten bringen keine Cholera unter Kontrolle
Die UNO hat die Verantwortung zugegeben für den Cholera-Ausbruch 2010 in Haiti, der mehr als 10000 Menschen tötete.

Beinahe 6 Jahre nach der Cholera-Epidemie hat der General - Sekretär der UNO eingestanden, dass die UN-Friedens-Truppe wahrscheinlich die Ursache war, dass die Krankheit sich ausbreitete. Das Schuld-Eingeständnis kommt nachdem ein Report, der von Philip Alston angefertigt wurde, ein Menschenrechtsanwalt und UN-Sonder-Berichterstatter zu extremer Armut und Menschenrechten, an die New York Times geleakt wurde.

In einem vertraulichen Report an den General-Sekretär Ban Ki-moon erklärt Alston, dass die Epidemie „nicht ausgebrochen wäre ohne die Aktionen der Vereinten Nationen“. Ban Ki-moon veröffentlichte eine Erklärung mit der Bestätigung, dass die UN eine Rolle in der Epidemie spielte, aber er hat nicht explizit die Rolle der Organisation zugegeben bei der Schaffung der Krise.

Die New York Times berichtet:


Zum erstem Mal, seit ein Cholera-Ausbruch wahrscheinlich von Friedenstruppen der UNO importiert wurde und vor sechs Jahren tausende von Haitianern tötete, hat das Büro des General-Sekretärs Ban Ki-moon zugegeben, dass die UN eine Rolle beim ursprünglichen Ausbruch gespielt hat und dass eine „wichtige neue Reihe von UN-Aktionen“ notwendig sein wird, um auf die Krise zu antworten.

Der stellvertretende Sprecher des General-Sekretärs Farhan Haq sagte in einem email in dieser Woche, dass „im vergangenen Jahr die UN überzeugt wurde, dass sie sehr viel mehr tun müsse bezüglich ihrer eigenen Verantwortung beim ursprünglichen Ausbruch und dem Leiden der Betroffenen.“ Er fügte hinzu, dass ein „neue Antwort innerhalb der nächsten zwei Monate veröffentlicht werden wird mit Einverständnis der haitianischen Behörden und nach Diskussionen der Mitgliedsstaaten.

Der 19 S. Report von Alston beschreibt das Versagen der UN, den Ausbruch in den Griff zu bekommen. Die UN schickte ursprünglich Rettungsarbeiter nach Haiti nach dem Erdbeben von 2010. Mitte Oktober 2010 beganngen Menschen am Meille Fluss an Cholera zu sterben. Die Cholera-Opfer sterben typischerweise an Dehydration durch Diarrhöe und Erbrechen. Eine Gruppe von Rettungsarbeitern stand lange in Verdacht, zum Ausbruch beigetragen zu haben, der zum Tod von mindestens 10 000 Menschen führte. Laut The Times „lebten die ersten Opfer nahe einer Basis von 454 neu eingetroffenen Friedenstruppen aus Nepal, wo gerade Cholera herrschte, und Abfall geriet oft in den Fluss.“

Beatrice Lindström, eine Anwältin am Institut für Gerechtigkeit und Demokratie in Haiti (IJDH) nannte das Eingeständnis der UN „einen grundlegenden ersten Schritt in Richtung Gerechtigkeit“. Nach dem Cholera-Ausbruch schrieb die IJDH eine Anklageschrift gegen die UNO im Auftrag der Cholera-Opfer. „Bis jetzt weigerte sich die UNO, überhaupt nur eine Diskussion über ihre Rolle zu führen. Und es ist immer noch weit entfernt von einer formellen Entschuldigung,“ sagte sie Reuters in einem Telefon-Interview.

Ban Ki-moons Sprecher Haq sagte zur Washington Post, dass Alstons Report wahrscheinlich Ende September veröffentlicht würde und von Ban Ki-moon der Generalversammlung im Oktober vorgelegt würde. Haq betonte, dass die UNO den „wichtigen Report“ begrüße und nannte ihn einen „wertvollen Beitrag für die UN bei der Ausarbeitung einer neuen Reihe von UN-Aktionen.“

Die UN hat bislang noch nicht erwähnt, ob irgendwelche Beamte gefeuert werden oder ihre Führung umstrukturiert werde als Antwort auf das Versagen in Haiti. Die Kontroverse über die Handlungen in Haiti und die Verbreitung der Cholera ist nur eine von vielen Kritiken, die der UNO vorgetragen wurden. Wie die Washington Post notiert:

„Es folgen Anklagen, dass die UN-Friedenstruppen in der Zentralafrikanischen Republik Vergewaltigung und Mord begangen haben und dass sie jüngst versäumten, Hilfsarbeiter vor brutalen Angriffen im Südsudan zu schützen.

Kritiker sagen, diese Skandale würden offenlegen, dass die UN sich bemüht, ihre Streitkräfte zu kontrollieren und Behauptungen von Fehlverhalten und Missbrauch zu untersuchen, ob in Fällen von Nachlässigkeit – wie in Haiti – oder Behauptungen über ernstere Verbrechen wie in Afrika.

Zu Konspirationen neigende Leser kann das Geständnis der UN Teil von etwas viel Ruchloserem sein. Es ist gut dokumentiert, dass die UNO ein Interesse an der Beobachtung von Bevölkerungswachstun hat und Methoden zur  Bevölkerungskontrolle fördert. Tatsächlich hat Christiana Figueres, Geschäftsführerin der UN Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) öffentlich erklärt, dass „jede Anstrengung unternommen werden müsse“, die Weltbevölkerung zu reduzieren.. Es gibt auch das Problem des Memorandums 200 der Nationalen Sicherheit, das mit Hilfe von Henry Kissinger beendet wurde. Das Memo beschreibt die Schritte, die die USA unternehmen sollte, um Kontroll-Methoden der Bevölkerung zu fördern, auch unter Benutzung von Organisationen wie die UNO, um die Agenda zu fördern.

Was sind eure Gedanken? War die Verbreitung der Cholera in Haiti ein unglücklicher Zufall oder steckt mehr dahinter? Schreibt eure Gedanken unten nieder.

Derrick Broze ist investigativer Journalis und Freiheits-Aktivist. Er ist der Chef Investigative Reporter für die ActivistPost.com und der Gründer von The ConsciousResistance.com.

Quelle - källa - source

Keine Kommentare:

Kommentar posten